Wie alles begann

1963 in Vorarlberg geboren lernte ich im schönen Bregenzer Wald im Kur und Sporthotel Post meinen Wunsch Beruf „Koch“. Nach Abschluss der Lehre absolvierte ich meinen Grundwehrdienst und dann noch eine Saison in meinem Lehr Hotel.

Es zog mich dann nach Wien, wo ich dann das Großstadtleben in vollen Zügen genießen konnte. Ich arbeitete dann ein paar Jahre in diversen In-Lokalen im 1. Bezirk, auf Mallorca verbrachte ich später auch einige Zeit. Ich lernte meine Frau kennen mit der ich 3 Kinder habe, glücklich verheiratet bin.

Ab dieser Zeit arbeitete ich in Wien, Niederösterreich und Burgenland als Küchenchef. Meine letzte Anstellung vor meiner Selbständigkeit war für einen Zeitraum von 15 Jahren in einem Restaurant in Gänserndorf, wobei ich die letzten 4 Jahre dann schon auch vegan kochte.

Wie ich zum Veganer wurde

Vor 4 Jahren hatte ich viele Gespräche mit einer Freundin über Tierhaltung, veganem Essen, Sea Shepherd, Wölfe und vieles mehr. Zu dieser Zeit spielte es auf D-Max gerade die Doku über Sea Shepherd, dann kam das Schlüssel Erlebnis. Der Moderator erklärte dass das Japanische Fangschiff mit seinem Schleppnetz so und so viel Fische abfischt und dass dabei 20 % Beifang (bereits viel mehr da die Fische am Ende des Netzes zerdrückt werden) anfällt der zu Fischmehl ( Tierfutter ) verarbeitet wird.

Da fiel mir ein dass in meiner Kindheit Eier und Hühnerfleisch oft mal nach Fisch schmeckten, da habe ich für mich entschieden diesen Wahnsinn nicht mehr mitzumachen, habe ab diesem Zeitpunkt kein Fleisch mehr gegessen.

Anfangs ass ich noch Käse – war bis dahin Grundnahrungsmittel Nr. 1, etwas Joghurt, aber nach einigen Tagen strich ich auch diese tierischen Lebensmittel von meiner Ernährung.

Mir fiel auf, dass sich mein Geschmack total veränderte, nach 1 ½ Jahren schmeckte mir von einem Tag auf den anderen Kaffee nicht mehr. Ich fühlte mich viel fitter, konnte besser schlafen und meine Gelenksbeschwerden vergingen, ich wurde etwas sensibler aber auch kreativer.

Anfangs kochte ich, um auszuprobieren, ob es auch angenommen würde, ein veganes Mittags Menü, aber schon bald merkte ich das es Zukunft haben muss und arbeitete eine komplette, vegane Speisekarte aus.

Was auch zu erwähnen ist, vor meiner Veganisierung versteckte ich mich immer in der Küche, es war mir einfach unangenehm mit Gästen zu sprechen, und auf einmal suchte ich den Kontakt zu meinen veganen Gästen, und plauderte mit ihnen. So baute ich mir über die Zeit ein kleines Netzwerk auf das mir u.a. eine Einladung zur Barbara Karlich Show brachte.

Wir veranstalteten vegane Buffets die schnell ausgebucht waren weshalb wir dann jedes mal eine Woche später einen Folgetermin ansetzten, bekam viel positives Feedback, durfte sehr viele neue Menschen kennenlernen, hatte noch nicht das Bedürfnis mich selbstständig zu machen.

Wie ich zum "Vegana Indiana" wurde

Den Namen VEGANA INDIANA habe ich schon einige Zeit, in meinem früheren Leben – vor meiner veganen Zeit – war ich in der Western Scene als „Big Bear“ bekannt und wurde von Kindern immer Indianer genannt der mit seinen Wölfen spazieren geht.

So entstand dann der Name „Vegana Indiana“, er bedeutet für mich sehr viel, die Ureinwohner hatten Respekt vor der Natur, den Tieren und allen Lebewesen.

Wie ich zu "Vegana Indiana - Das Restaurant" kam

Ein Teilnehmer einer meiner Kochkurses – ich leitete 14 Jahre lang Kochkurse, zuerst Männerkochkurse und zuletzt rein vegane Kurse – trat an mich heran ob ich mich nicht selbständig machen wolle und dann ging es relativ rasch, wir begaben uns auf die Suche nach einem passenden Lokal, wurden, nach unzähligen nicht geeigneten Lokalen, fündig.

Da ich im Betrieb ja nach wie vor Fleisch verarbeitete, ich dabei immer mehr das Gefühl hatte etwas falsches zu tun, dabei die Tiere vor mir sah bekräftigte dies meine Entscheidung.

Jetzt habe ich mein eigenes veganes, glutenfreies und hundefreundliches Lokal was sich für mich persönlich richtig und toll anfühlt!